03.06.2008

Bayerischer Sportschützenbund wählt neuen Landesschützenmeister
Wolfgang Kink mit überzeugender Mehrheit als Nachfolger von Josef Ambacher gewählt

Der neugewählte 1. Landesschützenmeister Wolfgang KinkDie Delegierten des Bayerische Sportschützenbunds (BSSB) haben gewählt. Eine der wichtigsten Entscheidungen war bereits vor diesem Termin gefallen, denn der langjährige 1. Landesschützenmeister Josef Ambacher, gleichzeitig auch Präsident des Deutschen Schützenbunds (DSB), kandidierte nicht mehr für dieses Amt. "Die Aufgaben beim Deutschen Schützenbund erfordern meine ganze Konzentration in der Zukunft", hatte Josef Ambacher noch vor der Delegiertenversammlung erklärt, "die Fälle der anstehenden Aufgaben in Bayern und im Deutschen Schützenbund hat mich dazu veranlasst, diese Tätigkeiten nun auf vier Schultern zu verteilen."


Zu seinem Nachfolger wurde der langjährige 2. Landesschützenmeister, manchem Schützen besser bekannt als Schießleiter des Oktoberfest-Landesschießens, Wolfgang Kink (München), gewählt. Der 60-Jährige Kriminalbeamte i. R. kommt aus dem Sport. Schon früh legte er den Schwerpunkt seines Engagements auf den Münchner Polizei-Sportschützenverein. Dem steht er bereits seit über 30 Jahren als Schützenmeister vor und baute ihn zu einer sportlichen Größe, insbesondere im Pistolenschießen auf. Als Organisationstalent stieg er schnell zum Schießleiter des Oktoberfest-Landesschießens auf. Parallel errang Wolfgang Kink Lorbeeren als Fachwart für das Sportschießen im Bayerischen und Deutschen Polizeisportkuratorium. Bereits im ersten Jahr seines Wirkens als Mannschaftsbetreuer und Pistolentrainer glänzte sein Team mit der sportlich erfolgreichsten Europameisterschaftsbeteiligung für die deutsche Polizei. 1999 war er der Hauptorganisator der unvergessenen Polizei-Europameisterschaft, deren Wettkampfprogramm auf der Olympia-Schießanlage Hochbrück ausgetragen wurde.


Nach einigen Jahren des Wirkens als Bezirks-Pressereferent des Schützenbezirks München wurde er 1987 als 2. Landesschatzmeister in das Landesschützenmeisteramt gewählt. Drei Jahre später stieg er zum 3., dann 1999 zum 2. Landesschützenmeister auf. Wolfgang Kink steht für die Stärkung des Sportbereiches, aber auch der Wahrung der gewachsenen gesamtbayerischen Schützentradition. Entsprechend wurde er mit über 97 Prozent der Delegiertenstimmen gewählt. Zu seinem Stellvertreter bestimmten die Vertreter aus den bayerischen Schützenvereinen Jürgen Sostmeier (Neumarkt in der Oberpfalz).


In seiner Antrittsrede forderte Wolfgang Kink mehr Zusammenarbeit zwischen allen Ebenen des Verbandes. "Wir alle müssen aktiv daran arbeiten, dass auch an der Basis bekannt ist, dass der Dachverband mit Rat und Tat zur Seite steht, sofern es gewünscht wird." Bogensport und Sommerbiathlon soll in den nächsten Jahren besonders gefürdert werden, hier sieht Wolfgang Kink sehr gute Chancen, dass mit diesen neuen, alten Disziplinen der Schießsport in den Sportunterricht an den bayerischen Schulen auf breiter Front Einzug halten könnte.


Die Neuwahlen im Rahmen des 58. Bayerischen Schützentages brachten folgendes Ergebnis:


1. Landesschützenmeister Wolfgang Kink
2. Landesschützenmeister Jürgen Sostmeier
3. Landesschützenmeister Hans Bösl
4. Landesschützenmeister Dieter Vierlbeck


1. Landesschatzmeister Erwin Talirsch
2. Landesschatzmeister Christian Kühn


1. Landesschriftführer Hans-Peter Göbelein
2. Landesschriftführerin Alexandra Müller-Neuhaus


1. Landessportleiter Gerhard Furnier
2. Landessportleiter Werner Marxreiter

 

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